Teppichboden

Textile Architektur: Die ganze Vielfalt moderner Teppichböden

Ob repräsentatives Büroambiente, exklusive Hotellerie oder gehobener Wohnungsbau – textile Bodenbeläge von der Viebahn GmbH vereinen höchsten Gehkomfort mit funktionaler Exzellenz. Ein moderner Teppichboden setzt nicht nur ästhetische Maßstäbe, sondern verbessert maßgeblich die Raumakustik (Trittschall- und Schallabsorbtion) und sorgt für ein spürbar gesundes, gepflegtes Raumklima.

Unsere internationalen Kollektionen stehen für zukunftsweisendes Design, kompromisslose Langlebigkeit und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Tufting-Teppichböden: Innovative Technologie für maximale Vielseitigkeit

Das Tufting-Verfahren ist die weltweit führende Technologie zur Herstellung moderner Teppichböden. Hierbei werden die Polgarne mittels präziser Nadelreihen in ein hochstabiles Trägermaterial eingebracht.

  • High-Tech-Trägermaterialien: Wir verwenden Beläge mit erstklassigen Trägergeweben oder Spinnfaserfliesen aus Hochleistungs-Polymeren (Polypropylen, Polyester, Polyamid).
  • Mechanische Perfektion: Die exakte Faserdichte pro Quadratmeter garantiert, dass die Polnoppen dauerhaft fest im Grundmaterial verankert bleiben. Das Ergebnis sind formstabile, extrem strapazierfähige Beläge, die auch unter starker Beanspruchung (z. B. durch Stuhlrollen im Objektbereich) ihre Dimensionsstabilität behalten.

Gewebte Teppichböden: Die Premium-Klasse der Raumgestaltung

Wenn allerhöchste Exklusivität, extreme Strapazierfähigkeit und ein makelloses Oberflächenbild gefordert sind, ist der gewebte Teppichboden die erste Wahl unter den textilen Belägen.

Im Gegensatz zum Tufting werden Kett-, Schuss- und Polfäden auf modernsten Webmaschinen dreidimensional miteinander verkreuzt.

  • Kompromisslose Dichte: Gewebte Teppichböden zeichnen sich durch eine extrem hohe Schussdichte, feinste Schnittflortechnologie und exakt definierte Florhöhen aus.
  • Ästhetische Brillanz: Unser Spektrum reicht von edlen Velours-Strukturen bis hin zu minimalistischen Bouclé-Geweben. Ob klassisch-zeitlos oder progressiv-modern – gewebte Qualitäten überzeugen durch unübertroffene Farbbeständigkeit und eine faszinierende Haptik.

Unsere Philosophie: Verantwortung für Raum und Umwelt

Das Vertrauen unserer Kunden ist unser wichtigster Antrieb. Deshalb basiert die Unternehmenskultur der Viebahn GmbH auf drei klaren Säulen:

  • Kundenfokus & Kompetenz: Unsere erfahrenen Fachkräfte garantieren eine handwerklich perfekte, termingerechte Verlegung für beste Ergebnisse, die sich dauerhaft sehen lassen können.
  • Wertschätzung: Ein respektvoller Umgang mit unseren Kunden und die gezielte Förderung der individuellen Talente unserer Mitarbeiter sichern unser hohes Qualitätsniveau.
  • Nachhaltigkeit & Zukunft: Wir übernehmen Verantwortung für unsere Umwelt. Bei der Auswahl unserer textilen Beläge achten wir verstärkt auf recycelbare Materialien (z. B. aus regeneriertem Nylon), Ressourcenschonung und emissionsarme Verlegesysteme für wohngesunde Räume

Lassen Sie uns gemeinsam das Fundament für Ihr Projekt legen.

GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG

Der Begriff "Tufting" von "to tuft" = "mit Büscheln verzieren", entspricht dem Ursprung dieser Herstellungstechnik. Die alte mitteleuropäische Handwerkskunst des gestickten Teppichs, bei dem symmetrische Muster mittels Nadeln und farbigen Wollfäden in ein Grundgewebe eingestickt werden, hatten Auswanderer von Europa nach Pensylvenien gebracht.

Herstellung

Nachstehend sind die aufeinander folgenden Produktionsstufen der Tuftingfertigung aufgeführt:

  • Separate Herstellung und Vorlage der Grundware
  • Der eigentliche Tuftprozess
  • Färben / Drucken – soweit es sich um rohweiß-getuftete Ware handelt
  • Trocknen der gefärbten Halbfabrikate
  • Scheren (Veloursware) bzw. Anscheren von Schlingen zur Erreichung spezieller Oberflächeneffekte
  • Besondere Ausrüstungen in Bezug auf Antistatik, Antischmutz und Antiflammeigenschaften
  • Verfestigung der Polnoppen im Trägermaterial durch Beschichtungen

TRÄGERMATERIAL
Die heute zum Einsatz kommenden Grundmaterialien in Form von Geweben oder Spinnfaserfliesen bestehen größtenteils aus Polypropylen, Polyester, bikomponenten Fasern aus Polyester/Polyamid oder Copolymeren. Die Dichte der Gewebe bzw. die Fasermenge pro qm bei Spinnfaserfliesen muss so gewählt werden, dass bei den nachfolgenden Ausrüstungsvorgängen die Polnoppen gut im Trägermaterial verankert sind. Weitere Forderungen, die an das Trägermaterial gestellt werden, sind Festigkeit, Gleichmäßigkeit und Dimensionsstabilität.

TECHNOLOGIE
Das der Tuftingmaschine vorgelegte Trägermaterial wird über Nadelwalzen in definierter Spannung und Geschwindigkeit durch die Maschine geführt. Die Polfäden werden der Maschine über Garnspeisewalzen aus einem Spulengatter oder von Kettbäumen zugeleitet. Jeder Polfaden ist einer Nadel in der Nadelbarre zugeordnet. Die Nadelbarre sticht beim Tuften die polgarnführende Nadel von oben nach unten durch das Grund- oder Trägermaterial. Auf der Unterseite des Grundmaterials halten Greifer (Looper) das Polgarn fest, während die Nadelbarre mit der Nadel wieder nach oben in ihre Ausgangsposition zurückkehrt. Auf diese Weise werden mit einem Hub quer über die jeweils gewünschte Warenbreite Schlingen gebildet. Bevor nun der zweite Hub ausgeführt wird, muß Raum für die nächste Polschlinge vorhanden sein. Dies geschieht dadurch, dass das Trägermaterial entsprechend der Stichzahlvorgabe weiter transportiert wird.

Das Grundgewebe wird im Nadelbereich durch die in den Rietplatten befindlichen Rietfinger unterstützt. Bei der Herstellung von Schlingenteppichen ist der Greifer so angeordnet, dass er nach jedem Arbeitstakt die gebildete Schlaufe wieder freigibt. Seine Einbauposition ist daher – in Fertigungsrichtung gesehen – von vorne in die Nadel eingreifend.

Bei der Fertigung von Veloursteppichen erfolgt die gleiche Nadelbewegung wie bei den Schlingenteppichen, allerdings greift der Looper von der entgegengesetzten Richtung in die Polschlinge ein. Durch eine spezielle Ausbildung der Spitze des Loopers bleiben die Fäden auf dem Greifer hängen und werden bei fortschreitenden Arbeitstakten von einem seitlich angeordneten Messer aufgeschnitten. Looper sowie Messer machen bei jedem Arbeitstakt eine Art Pendelbewegung.


Teppichboden wird nur dann gewebt, wenn hochwertige Qualitäten mit ganz besonders dichter Einstellung, d.h. mit hoher Schussdichte, feinem Schnittflor und äußerst kurzer Florhöhe verlangt werden. Beim Weben werden zwei Fadensysteme rechtwinklig verkreuzt: Die längslaufenden Fäden werden "Kette" und die querlaufenden "Schuss" genannt. Beim Weben von Polteppichen kennt man aber nicht nur diese beiden Dimensionen, sondern auch die dritte Dimension, die Florhöhe.

Es werden daher drei längslaufende Fadensysteme (Ketten) benötigt:

  • Polkette; bestehend aus Woll- oder Chemiefasergarnen. Die Garne bilden die Warenoberfläche.
  • Bindekette; sie verbindet die querlaufenden Fäden (Schüsse) mit den längslaufenden (Ketten).
  • Füllkette; sie gibt dem Teppichgewebe das Fundament.

Das querlaufende Fadensystem, der Schuss, bestehend aus Jute, Polypropylen oder Glasfaser, wird abwechselnd über die Füllkette als "Oberschuss" und unter die Füllkette als "Unterschuss" geführt. Zusammen mit den Fäden der Binde- und Füllkette bildet der Schuss das Grundgewebe eines gewebten Teppichs.

WEBVORGANG
Beim Weben wird durch Heben und Senken der Schäfte das Pol- und Bindefach gebildet. In das Polfach wird eine Stahlrute maschinell unter die Polfäden geschoben. Die Höhe und Dicke der Stahlrute ist entscheidend für die Polhöhe. Das Riet schiebt die auf den Füll- und Bindefäden liegende Rute nach vorne, die Polfäden werden gesenkt, legen sich über die Stahlrute, und dadurch wird diese in das Gewebe eingeschlossen. In das Binderfach werden ferner die Schussfäden mit Hilfe von Webschützen oder durch Greifer eingetragen.

Sobald ein Rutenspiel, etwa 20 Ruten, fest eingewebt ist, wird die zuerst eingetragene Rute herausgezogen und wieder in das Webfach eingeschoben. Soll ein Veloursgewebe entstehen, so besitzen die Ruten am Kopfende auswechselbare Messer. Durch das Herausziehen der eingewebten Ruten werden die Schlingen aufgeschnitten, es entsteht Velours.

Soll ein Bouclé-Gewebe entstehen, so verwendet man Ruten, an deren Ende sich keine Messer befinden. Beim Herausziehen der Ruten bleiben die Schlingen stehen. Es entsteht Bouclé.